Der Westerwald ist ein Mittelgebirgsklecks, eine hügelige Insel, von Wasser umflossen. Im Süden die Lahn, im Westen der Rhein, im Norden die Sieg und im Osten die Dill. Wer den Westerwald verlassen will, braucht Brücken.
Alle Flüsse haben Radwege, da bietet sich eine den Westerwald einschließende Sammlung von Tagestouren an, die als Gemeinsamkeit vom Flusstal aus in Richtung Westerwald einem Seitental folgend über die zwischenliegenden Hügel zurück zum Grenzfluss eine Radrunde bilden. Autofrei oder auf ruhigen Straßen beginnt die Sammlung in Aull an der Lahn bei Diez und erkundet entgegen des Uhrzeigersinns die Westerwälder Randlandschaft.
Die erste Runde vom Parkplatz an der Lahn in Aull.
Wieder vom Parkplatz in Aull, die Lahn aufwärts an Limburg vorbei bis zur Mündunge des Kerkerbaches.
Vom Waldparkplatz oberhalb von Weilburg über Gaudenbach zum Kerkerbach. Durch dessen Tal bis zur Lahn bei Runkel. Durch das Lahntal bis Weilburg und wieder hoch Richtung Hohenstein
An einem kalten aber sonnigen Endmärztag ist ein halber Tag Zeit für die nächste Runde. Das Ulmtal mit dem eldlen Radweg auf der alten Bahntrasse geht es bergauf bis ins Bergland um den Knoten mit Pause am Denkmal des Westerwald Dichters Adolf Weiss und teils steil bergab durch das Kallenbachtal bis zur Lahn bei Löhnberg. Eine gute Strecke für das neue Carver Gravelbike.
Nach langer Pause wird die Westerwaldumrundung mit einer Erkältungspausen Testrunde fortgesetzt. Am Vortag der ersten Hitzewelle 2026 ist es noch angenehm und der Hals kratzt leicht. Die Anfahrt nach Ehringshausen ist unproblematisch, mit dabei ist das Marschall Rennrad, für die längere Fahrt durch die Auen von Dill und Lahn die richtige Wahl. Die Strecke bis zur Dill Mündung bei Wetzlar und Lahn Abwärts bis Oberbiel ist schon von anderen Touren bekannt und einfach zu fahren. Ab Oberbiel geht es am Oberbieler Grundbach entlang zur Hohen Straße auf Höhe von Ehringshausen. Steiler bergab als bergauf ist Ehringshausen schnell wieder erreicht. Zu Einstieg eine perfekte Runde, auch wenn es weiterhin noch kratzt im Hals.
Es droht die Sonne mit Wärmeerzeugung. Heute statt mit dem Rennrad mit dem Reise-Patria die Berge wieder ab Ehringshausen hinauf. Ziel ist die Dianaburg, ein Jagdschloß im freinen Verfall. Der Trum sieht noch stabil aus. Bergauf tropft es schon ordentlich, der Waldschatten nimmt etwas die Hitze von der Haut. Die wiederum bietet Landefläche für die hungrigen Bremsen. Es kommt aber nicht zu vielen Stichen, auch wegen des Einsatzes von Abwehrspray.
Das Rad fährt gut, bis auf ein Knisten der Kette alle 4 Kurbelumdrehungen, als ob die Kette am Zahn hängen bleibt. Zu sehnen ist leider nichts.
Ist der Parkplatz in Ehringshausen noch teils schattig knallt die Sonne voll auf den Schotter des Parkplatzes nahe der Dill in Katzenfurt. Die Strecke führt am Hang auf einer Kreisstraße bis Fleisbach. Dem mittelschwachen Autoverkehr entkommt man in Fleisbach, dafür geht es dann durch das Wohngebit in der Sonne ungeschutzt den Hang hoch. Hier wird es feucht, das Hemd. Auch der Teilschatten im Fleisbachtal hilft nicht viel, es geht im zweiten Rohloffgang den Berg hoch bis auf einen Hügel oberhalb von Greifenstein. Ab da dann bergab durch Greifenstein und das Zukunftsdorf Elgasrhausen zurück ins Dilltal. Am Sonnenparkplatz war das Hemd wieder trocken.
Für einen so warmen Freitag ist ein E-Bike eine Wohltat, vor allem am Sonnenhanganstieg. Und davon gibt es bei den Touren vom Dilltal hoch in den Westerwald genügend. Erst mal nach Sinn an der Dill und die vergessenen Wasser und Riegelvorräte mit Alternativen vom Edeka ergänzen. An der Autobahn entlang geht es nach Hörbach, weiter den Talgrund hinauf nach Guntersdorf und durch einsame Bergwege und Wälder zurück nach Fleisbach. Schön warm wars.
Die zweie Runde unter der A45 am Amdorfbach entlang nach Uckersdorf. Dann hoch zum Rodelstein und wieder runter nach Medenbach. Alle Wege gut befahrbar oder auch mal schottering. Dann über die Höhen den Reistenbach und den Donsbach runter zur Dill. Schön warm wars.
Vom Parkplatz am Sportgelände von Haiger über Wirtschaftswege nach Flammersbach. Einsam auf den Wegen durch Wald und Flur nach Rabenscheid. Genau so lang geht es auf der anderen Hangseite zurück nach Haiger. Wiesen, Aufforstungsflächen, Wald und Aussichten. Am Ende wird es gewittrig und der Akku ist fast leer. Für 65 km und 1260 hm ist das ok.
Am Montag nach der Wahlbachtour folgt die letzte der Westerwälder Seitentalrunden. Es wird wieder warm und der Start um kurz nach 9 ist schon recht spät.Die Runde beginnt diesmal oben im Westerwald in Lippe nahe am alten Militärgelände Steegskopf. Es geht erst parallel zur B54 bergab nach Wasserscheide – Würgendorf. Da merkt man die anheizende Sonne nicht so, dafür bieten sich auf den Borkenkäferhochflächen Ausblicke und Einblicke in die zu wirken beginnende Aufforstung. Keine braunen Flächen, alles knallgrün.
Von Wasserscheide nach Burbach folgt der Weg der Heller, fast bis zum Start der gestrigen Tour bis Wahlbach. Hinter Burbach fliesst die Buchenheller in die Heller und das alte Bergbautal bietet den fast durchgehend geteerten Weg hoch bis zum Startpunkt in Lippe. Die Höhenmeter am Ende der Tour treiben zusammen mit der Sonne die Temperaturen hoch, aber es ist noch auszuhalten, unregelmäßig soren Winde für Kühlung
Ein Sonntag ist ein guter Tag um an einem Parkplatz neben einer Schule zu halten. Heute ist Kunigunde mit dem Tandem mit unterwegs auf einer drei Täler Tour im Lahn Dill Bergland. Auch A45 Bergland genannt. Von Wahlbach an der Heller geht es zuerst das Gilsbachtal hoch an Gilsbach vorbei auf die Höhe oberhalb der Autobahn. Der Talweg ist nicht zu steil und mit dem Tandem bis auf ein paar kurze steilere Abschnitte gut zu fahren. Am Walkersdorfer Berg vorbei geht es dann zur halb neu gebauten Talbrücke am Landskroner Weiher. Wo der Wiebelhauser Bach in den Wildenbach mündet führt der Radweg durch die Brückenbaustelle, an der gerade die zweite Fahrbahn auf den Hang zuwächst.
Nach einer kurzen warmen Pause am Weiher fährt man oberhalb des Wildenbaches ein kurzes Stück auf der L723 bis vor Wildenbach und dann am Wiesenhang mit schönem Talblick das Wildenbachtal hinunter bis Neunkirchen.
Um die Bergnase biegt der Weg ins Hellertal ein. Erst durch eine Wohnstraße folgt ab Wiederstein wieder ein Stück durch die Talwiese um in Wahlbach den Weg zurück zur Schule zu finden.
Schöne Runde, gut zu fahren mit viel Aussicht und sanfter Talabfahrt.




































































































