Testrandern auf dem Dill Höhenweg

Der Dill Höhenweg hat zwei Varianten, eine links und eine rechts der Dill. Beide sind um die 60 Kilometer lang und das ist die richtige Länge für zwei Randertage.

Nach der zwei Auto Tour auf dem Siegerland Höhenring muss die Streckeneinteilung für die Fortsetzung des Limeswanderweges getestet werden. Wie lang dürfen die Hin und Zurück Wege sein, die einen Randertag gut ausfüllen und am nächsten Tag eine weitere Etappe möglich machen?

Also wie immer die Parkplätze als Fixpunkte für die Etappeneinteilung ermittelt und den Hinweg auf den Wanderweg gelegt. Der Rückweg zum Parkplatz erfolgt dann frei auf Rad geeigneten wegen.

Es ergeben sich 5 Etappen, die auf zwei Tage verteilt abgerandert werden sollen. Die erste Etappe beginnt bei Aßlar, wobei die Autobahnbrückenbaustellen Durchquerung ausgelassen wird, also noch ein Stück von der Dill Mündung an der Lahn entfernt.

Die fünfte Etappe führt dann zur Dillquelle am Rothaarstrang.

Die Etappen in der Übersicht:

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Die Etappen im Detail

10.06.2026 9:08

Die Anfahrt von Kunidorf ist schnell erledigt. Es beginnt an einem sonnigen Tag, es ist nicht ganz so warm wie Ende Juni auf dem Siegerland Höhenring. An einem Waldparkplatz an der K59 bei Bellersdorf geht es Richtung Süden durch ein schattiges Bachtal namens Westerlemp. Dann ein Dorf Oberlemp, das hat System. Ober Oberlemp wird es wild auf dem Wanderweg. Keine Markierung und der Track führt durch ein Stück Urwald mit windegeworfenen Kiefern. So richtige Alternativen gibt es auf der Karte nicht, also irgendwie drunter drüber durch.

Das wiederholt sich zum Glück nicht und an den folgenden Waldwegen mit feinem oder grobem Schotter taucht ab und an das Wegzeichen auf. Am Adlerhorstgipfel und einigen Windrädern vorbei senkt der Weg Richtung Aßlar zum Dilltal.

Weil die A45 hier eine Brückenbaustelle hat und der weitere Weg durch die Siedlungs und Industriefläche wenig reizvoll erscheint, geht es vor der Baustelle wieder zurück zum Startpunkt.

Es war anstrengend, aber nocht nicht am Limit, die Strecke war ok aber bis auf das Bachtal nicht vom Hocker fegend. Ein Stück Richtung Autobahn wurde nach Anbindung des Rades gelaufen.

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10.07.2026 15:46

Die zweite Etappe hält sich auf dem Höhenrücken oberhalb Sinn in einiger Entfernung vom Dilltal, nähert sich diesem von Ost nach West. Markante Wegpunkte wie den Steilbeutel oder die Hohe Warte werden durch die überall umherstehenden Buchen und Fichten verdeckt und daher ignoriert. Die Waldwege sind gut bis schotternd befahrbar. Der Abstieg nach Herborn wird ausgelassen.

Die Strecke wird geradelt und teilweise geschoben.

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10.06.2026 18:41

Nach kurzer Anfahrt zum zweiten Parkplatz reicht es noch für eine abendliche Teiletappe zwischen Haiger und Dillenburg. Erstmals bleibt der Weg links nahe am Dilltal. Vom Parkplatz in Herborn am Aussichtsturm geht es ein Stück auf der ersten Etappe des Westerwaldsteiges nach Burg und von da nach einigen Wirrungen unter der B27 hindurch und entlang.

Es folgt der erste Trail entlang des Dilltales, die Schiebestrecke tut jetzt gut. Hinter Niederscheld setzt sich das noch einmal oberhalb Dillenburg fort. Wegen der dabei zu querenden Bachtäler kommen auch ein paar Höhenmeter zusammen.

In Dillenburg endet die Etappe an der B253 Hochbrücke, der Rückweg erfolgt auf dem Dill Radweg mitten durch die Dillenburger Altstadt.

Da der Parkplatz am Aussichtsturm in Herborn noch gut belebt ist geht es am Abend zurück nach Kunidorf.

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11.07.2026 08:09

Der Parkplatz am Friedhof in Rodenbach ist groß, hat aber nur Morgenschatten. Die Strecke bleibt wieder nah der Dill am bewaldeten Hang. Sechshelden wird umgangen, insgesamt ein schöner Wanderweg mit einzelnen Tal und Hügelblicken.

Zurück geht es wieder über den Dill Radweg, wobei am Ende eine Abkürzung zum ordentlichen Umweg wird. Statt an der Dill zu bleiben fahre ich am Haigerbach entlang nach Allendorf und versuche eine Querung der A45 Richtung Dilltal. Das bringt ordentlich Höhenmeter und am Ende eine Zaunübersteigung.

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11.07.2026 11:17

Am Ende kommt dann der schönste Abschnitt des Weges von Rodenbach zur Dillquelle am Rothaarstrang.

Nach einem neu gebauten Weg oberhalb des Roßbaches wird der überquert und der Weg auf dem Höhenrücken oberhalb der Dill wird nach Norden schauend anspruchsvoller. Das erste Stück des Weges ist zugewachsen, nach dem Sportplatz wird es besser und breiter.

Wellig geht es hoch bis auf 500 Meter, dann muss man für das Finale runter nach Offdilln. Und dann an der kleinen Dill entlag, solange noch Platz für einen Forstweg ist. Am Ende geht es steil hoch in die Borkenkäferzone und kurz eben zur Dillquelle.

Nach einer kleinen Rast in der Hütten Schatten muss dann der Dillradweg mit wenigen Anstiegen vorsichtig bergab gefahren werden, denn die Bremsgeräusche signalisieren hinten Belagstärke null.

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Bewertung

Zwei Tage, 116 Kilometer, 1980 Höhenmeter in 16 Stunden und 38 Minuten. Das ist ganz ok und es sollten in nicht zu steilem Gelände auf dem Limesweg die schon geplanten Tagesetappen von +- 30 Kilometer einfache Strecke machbar sein.

Das Rad wäre dafür auch optimal, bei längeren Etappen helfen die Packtaschen am Heck und der Steitenständer im Vergleich zum Rennrad.

Die geplanten Etappen auf dem Limesweg sollten also machbar sein. Jetzt muss es nur noch irgendwann losgehen.

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