Im Rahmen der “Knüllwald-Rhön-Spessart-Challenge”, die Kunibert im Juli des Jahres gestartet hat, wurde ein gemeinsamer Kurzurlaub in der hessischen Rhön eingefügt. Geplant war eigentlich die Campingübernachtung im Nissan-Evalia, aufgrund des Komforts wurde dann aber doch der Puck genutzt.
Der Campingplatz
Der KNAUS Campingpark Hünfeld ist ein sehr großer Campingplatz in der Nähe der Autobahn A7. Daher gibt es auch viele Durchgangsreisende am Wochenende. Direkt vom Platz aus kann man einige Wanderungen unternehmen. Für uns ein sehr geeigneter Platz zur Erkundung der hessischen Rhön.
Übersicht aller Touren
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Der Bäckerlauf
Der Bäckerlauf führt vom Campingplatz über den angrenzenden Golfplatz nach Sargenzell. Über die Höhe bei Kirschberg geht es dann bergab über die B27 in das Tal den Haune. Noch kurz über die Bahnstrecke, dann ist nach 4 km die Bäckereifiliale erreicht.
Startpunkt der Tour ist ein großer Parkplatz am Freibad und Messegelände in Hünfeld. Von hier aus folgen wir der ausgeschilderten “Extratour Weinbergroute”. Zuerst geht es den Berg hinauf zum Aussichtspunkt “Viva Regia” auf dem Roßberg. Die Aussicht von hier aus ist schon sehr beeindruckend. Weiter führt der Wanderweg in einer großen Runde um den Weinberg zum Ausblick auf die Basaltberge des Hessischen Kegelspiels und wieder zurück nach Hünfeld. Prägend für diese Runde sind auch die mediterran anmutenden Kalkrasenflächen auf den wir sogar einen Schwalbenschanz sehen konnten.
Vom Campingplatz aus wandern wir entlang der Praforst-Teiche in Richtung Oberfeld. Oberhalb von Oberfeld hat man eine gute Aussicht ins Hinterland. Dann führt uns der Weg in den Wald hinein in einer großen Runde um die Hummelskuppe herum. Ein großer Teil des Wanderweges folgt auch der Beschilderung des Rhön-Rundweges “Petersberg 10”.
Unsere Extratour startet vom Wanderparkplatz am Ulmenstein. Dieser liegt oberhalb des Dorfes Hofaschenbach mit einer langen engen Zufahrt vom Dorf auf. Die Wanderung führt zuerst an dem Ulmensteinsee vorbei, der durch den Basaltabbau entstanden ist. Hinunter durch den Wald führt der Wege anschließend durch abwechslungsreiches Offenland, Felder, Äcker und Streuobstwiesen. Auch hier gibt es wieder mediterran anmutende Kalkrasenflächen, auf der viele Schmetterlinge einschließlich des Schwalbenschwanzes zu beobachten sind. Viele Rastplätze mit schönen Aussichten sind auf der Strecke und es geht auch vorbei an 2 Kapellen, der Laurentius-Kapelle und der Linsbergkapelle.
Ende Juni 2025 hat der Dachdecker endlich Garage und Carport mit einer neuen Haube versehen. Trotz angekündigter Hitzewelle geht es dann am Freitag Richtung Osthessen zu einem kleinen Campingplatz in einem Bachtal mit Wald und Schatten. Der soll als Basislager für die noch fehlenden Etappen vom Ederstausee bis zur Edermündung auf dem Ederhöhenweg dienen.
Der nächste Bäcker ist in Niedenstein beim lokalen Edeka. Der Weg zieht erst schattig auf dem Bachtal hinauf, führt dann bald über die Felder nach Niedenstein. Im Ort geht es dann noch ordentlich bergauf bis oben auf dem Hügel der Lebensmittelmarkt erreicht ist.
In der ersten Maiwoche 2025 ist es nach einer warmen Aprilwoche erst mal wieder frostig kalt. Mit einer Zelt-Radtour in den Süden zumindest bis zum nördlichen Alpenrand wird es wieder nichts. Also geht es nach einem neuen Tagesplan mit dem Puckl auf Campingplätze Richtung Süden.
Das Ziel ist der Bodensee – Königssee Radweg, der ab Miltenberg durch eine Campingplatzreise von der Altmühl, Schwaben und Allgäu erreicht werden soll.
Zwei Tage Aufenthalt und ein Fahrtag sollen eine gewisse Dynamik in die Reise bringen. Alternativ kann ein Teil der Strecke auch gelaufen werden.
Anders als in den bisherigen gemeinsamen Fahrten werden keine Wander oder Radrunden gemeinsam gemacht. Es gibt einen Bringservice zum Startpunkt im Norden oder Süden und Kuniberts Solofahrt oder Lauf zurück zum Campingplatz. Kunigunge fährt mit dem Auto zurück und kommt nach Mittag ein Stück entgegen, optional mit dem Rad oder zu Fuß.
Das Konzept hat sich für die Radvariante bei den ersten zwei Versuchen an der Tauber als anstrengend erwiesen. Die An- und Rückfahrt mit dem Pkw ist zum Beispiel wegen Straßensperrungen unangenehm. DIe 60 km Radrückfahrten werden als anstrengend und kalt empfunden.
Daher und wegen des schlechten Wetters am Alpenrand wird der Aufenthalt auf dem Campingplatz Schwabenmühle um zwei Tage verlängert, um die Lauf- und Wanderstreckenvariante auszuprobieren. Der Aufwand beim Wanderlaufen ist geringer, kein Rad, nur Schuhe und Rücksack und die Anfahrt ist wegen der halbierten Strecke auch einfacher.
Die Tourenübersicht:
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Wie es dann weitergeht steht in den Beiträgen zu den Tagesaktivitäten beim jeweiligen Campingplatz.
Der Campingplatz Schwabenmühle hat ein gepflegtes Gelände mit schönen Stellplätzen entlang des Vorbaches. Da der Platz in der Nähe des Tauberradweges liegt und es vom Platz aus auch gute Wandermöglichkeiten gibt, ist er sehr beliebt auch bei ausländischen Besuchern. Es ist eine reiner Touristenplatz. Aufgrund des kühlen Wetters wir das neu erworbene Vordach nicht aufgebaut. Es ist zwar sehr sonnig aber auch windig. Geplant waren nur 3 Nächte, aufgrund seiner zentralen Lage und den Wanderangeboten sind aber 5 Übernachtungen daraus geworden.
In diesem Urlaub haben wir zwei Fahrräder dabei, die auf der Fahrt im Wohnwagen transportiert werden. Dazu wurde der Puck wieder einmal umgebaut. Der notwendige Fahrradträger befindet dich bei der Wohnwagenfahrt im Auto. Bei den mitgeführten Rädern handelt es sich um ein Gravelbike und das Viwax-E-Bike von Kunigunde.
Die Radtour beginnt für Kunibert ab Wertheim. Das wäre auch der Start der geplanten Radreise mit dem Zelt gewesen. Von dort geht es immer auf dem Tauberradweg entlang bis Bad Mergendheim. Ab Weikersheim führt die geplante Strecke dann in das Vorbachtal hinein zum Campingplatz in Laubach. An diesem Tag gibt es viel Gegenwind für Kunibert und somit wird die Tour auch anstrengend. Kunigunde nutzt den Tag für eine intensive Erkundung der Stad Mergentheim und des Kurparks.
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Diese Radtour beginnt für Kunibert in Jagstheim. Von hier aus fährt er mit dem Kocher-Jagst-Radweg in Norden durch Crailsheim bis Kirchberg an der Jagst. Dann verlässt er das Jagsttal und fährt über die Höhen in Richtung Rot am See, Blaufelden und Oberstetten. Hier kommt ihm Kunigunde mit dem Rad entgegen und es geht gemeinsam zurück über Niederstetten bis zum Campingplatz in Laubach.
Am Morgen wird Kunibert nach Edelfingen nördlich von Bad Mergentheim gebracht. Dort startet er mit einem 23 km Lauf in Richtung Campingplatz. Es geht zuerst mit dem Wanderweg “blaues liegendes U” in Richtung Bad Mergenheim. Dann kommt der LT 15 (Panoramaweg Liebliches Taubertal) hinzu. Der Weg führt durch Bad Mergentheim und mit dem Württembergischen Wanderweg geht es weiter über die Höhen an Markelsheim und Elpertsheim vorbei. Nach der Durchquerung von Weikersheim führt der Wanderweg den Berg hinauf in Richtung Laubenheim. Hier treffen sich Kunibert und Kunigunde, die vom Campingplatz aus bis hierhin gewandert ist. Gemeinsam wandern sie durch den Wald bis zur Bergkirche “zur Schmerzhaften Muttergottes” oberhalb von Laubenbach. Über die Treppen des Kreuzwegstationen geht es dann zurück zum Parkplatz.
Dieses Mal wird das Auto zuerst am Endpunkt der Wanderstrecke abgestellt und Kunibert kommt mit dem Rad zurück zum Campingplatz. Die Wanderung folgt zuerst dem Weikerheimer Wanderweg Nr. 9 “Steinriegelweg“. Oberhalb der Ortschaft Haagen wandern wir durch die Weinberge hinauf zu dem Main-Neckar-Rhein-Weg HW 3. Ihm folgen wir dann bis zum FriedWald Hohenlohe. Es geht immer wieder über die Höhen mit weiten Blick in das Vorbachtal. Im Mai kann man hier an vielen Stellen auch die Nachtigal singen hören.
Wir wollen zum nächsten Campingplatz weiterfahren. Da die Anfahrt aber nur relativ kurz ist und wir nicht während der Mittagspause ankommen wollen halten wir in der Nähe von Bad Mergendheim mit unserem Gespann und machen ein kleine Wanderung im Wald oberhalb von Markelsheim. Es ist nur eine kleine Runde, die dem Weihnwanderweg folgt. Der Rückweg verläuft über den Bad Mergentheimer Weg. In diesem Waldstück hören wir auf dem Rückweg mehrere Pirole singen. Sehr beeindruckend.
Der nächste Campingplatz, der auf der eigentlich geplanten Radreise ausgewählt wurde, ist der Waldcampingplatz Hüttenhof. Dieser Platz ist im Gegensatz zum vorigen Platz ein Ganzjahresplatz mit vielen Dauerstellplätzen. Von Touristen wird er wohl eher weniger besucht und somit auch von seiner Infrastruktur her ein starker Kontrast zum Campingplatz Schwabenmühle im Vorbachtal. Die Zufahrt erfolgt über eine sehr enge Straße. Landschaftlich liegt der Platz aber sehr schön und ruhig.
Wieder eine neue Rad-Trainingskombination. Kunibert fährt mit Auto und Gravelbike bis Jagstzell. Von dort geht es 34,52km mit dem Rad zurück zum Campingplatz. Zuerst an der Jagst flussabwärts bis Jagstheim, dann mit der Querverbindung Q9 des Kocher-Jagst-Radweges in Richtung Gründelhardt. Weiter in südlicher Richtung an Rosenheim und Hohenberg vorbei zum Campingplatz. Nach einer kurzen Pause fahren Kunigunde und Kunibert gemeinsam mit den Rädern vom Platz aus bis nach Ellwangen und entlang des Kocher-Jagst-Radweg nach Jagstzell.
Es handelt sich hierbei um eine Streckentour. Kunibert fährt zuerst das Auto zum Wanderparkplatz bei Wilflingen. Dann joggt er zum Campingplatz. Dabei führt der Weg zuerst durch das landschaftlich sehr schöne Tal “Blinde Rot” bis zur Burghardmühle. Von dort aus geht es mit dem Jacobsweg bis nach Gaishardt und zum Campingplatz. Dort angekommen wandern nach einer kurzen Pause Kunibert und Kunigunde wieder gemeinsam zurück zum Auto. An einer Stelle im Rottal gibt es eine Orchideenwiese. Das Bleitblätterige Knabenkraut blüht gerade wunderschön.
Dieser Campingplatz liegt direkt am Staffelsee. Wir haben deshalb vorab erstmalig online gebucht. Allerdings stehen es in dieser Zeit unter der Woche noch viele freie Stellplätze zur Verfügung. Am Wochenende füllt sich der Platz aber richtig. Am See entlang sind viele Dauerstellplätze. Darüberhinaus gibt es aber viel Touristenplätze mit Blick zum See oder zu den Bergen. Zum ersten Mal haben wir unser Tarp ausprobiert, es ist sehr schnell aufgestellt und bietet einen guten Sonnenschutz.
Für diese Radtour wird das Auto auf einem Parkplatz in Bad Kohlgrub abgestellt. Von dort aus folgt Kunibert mit dem Gravelbike der Bodensee-Königssee-Route bis Eschenlohe. Entlang der Loisach geht es dann mit dem Bodensee-Königsee-Radweg bis kurz vor Ohlstadt. Mit der “Spitzenblicktour fährt er weiter bis zum Kurpark in Murnau. Nach der Durchquerung von Murnau führt ein Radweg weiter bis Uffing und zum Campingplatz. Nach einer kurzen Pause fahren Kunibert und Kunigunde anschließend zusammen mit dem Rad wieder in Richtung Uffing und dann über den Radweg in Richtung Bad Kohlgrub. Auf einem nahe Uffing gelegenen Moorgebiet werden viele Orchideen (Breitblättriges Knabenkraut” gesichtet und Trollblumen. Ein wirklich schöner Anblick dieser seltenen Pflanzen.
Dieses Mal gibt es wieder ein Jogging-Wander-Kombination. Das Auto wird an einem kostenpflichtigen Parkplatz am Murnauer Moos abgestellt. Von dort aus läuft Kunibert mit Blick auf das Murnauer Moos in Richtung Panoramastadl Murnauer Moos. Von dort aus geht es weiter über die Bahngleise und die Straße durch den Wald bis zum Staffelsee. Dort läuft er weiter im Uhrzeigersinn mit dem Staffelsee-Rundweg entlang des Sees, durch das Obernacher Moos, entlang dem “Großen Filz” bis zum Campingplatz. Nach einer kurzen Rast mit Stärkung wandern dann Kunibert und Kunigunde denselben Weg wieder zurück zum Auto. Nun aber werden die vielen seltenen Pflanzen wie Bleitblätteriges Knabenkraut, Bach-Kratzdistel, Trollblume, Sibirische Schwertlilie, Mehlprimel, Scheiden-Wollgras, Ährige Teufelskralle und Zottiger Klappertopf, die im Moos aber auch im Wald entdeckt werden können, fotographiert. Bilder dazu sind im Anhang aufgeführt und die Bestimmung erfolgte jeweils mit der App “PlantNet”. Dazu noch atemberaubende Ausblicke auf den See und die Berge im Hintergrund.
Es ist relativ frisch geworden und wir beschließen daher einmal wieder eine Bergwanderung zu machen. Es soll auf den Osterfeuerkopf 1368m gehen. Wir parken an einem gebührenpflichtigen Wanderparkplatz im Tal der Eschenlaine. Von dort geht der Wanderweg den Berg hinauf. Dieser Weg ist sehr wurzelig und steinig, so dass er relativ anspruchsvoll ist. Der Rückweg verläuft anschließend über dieselbe Strecke. Auf dem Weg gibt es viele Alpenblumen zu besichtigen, die gerade blühen. Eine Galerie der vorgefundenen Blumen ist im Anhang beigefügt. Die Bestimmung erfolgte mit der “PlanNet App”.
Es ist wieder eine große Radtour für Kunibert geplant. Gestartet wird von einem Wanderparkplatz am Bannwaldsee aus. Von dort geht es zuerst über den Bodensee-Königssee-Radweg. Mit dem Radwegenetz Kreis Weilheim Schongau führt der Weg weiter bis Saulgrub und Bad Kohlgrub und von dort zurück zum Campingplatz.
Der Campingplatz liegt direkt an der Altmühl innerhalb des Stadtgebietes von Kipfenberg. Somit gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe und der Platz ist für Touristen sehr beliebt, die einen Teil des Taubertal-Radweg erkunden wollen. In Kipfenberg gibt es außerdem noch das Römer und Bajuwaren Museum zu besichtigen. Die Burg ist in Privatbesitz und thront majestätisch oberhalb des Dorfes.
Das Wetter ist sonnig und warm, somit starten wir mit einer großen Radtour für Kunibert. Dafür wird das Auto auf einem Parkplatz in Beilngries geparkt. Mit dem Gravelbike geht es entlang der Altmühl und dem Main-Donau-Kanal bis Deising. Von hier aus führt die Radtour durch das Altmühlmünsterbachtal hinauf auf die Höhe. Anschließend durch Wolfsbuch, Kirchbuch und Gelbelsee. Dann wieder hinunter bis nach Kipfenberg. Nach einer kurzen Rast und Stärkung fahren Kunibert und Kunigunde mit dem Rad entlang der Altmühl nach Beilngries.
Dieses Mal ist er Startpunkt der großen Radtour in Eichstätt. Kunibert fährt ab hier mit dem Rad den Berg hinauf bis Preitz und Pollenfeld. Danach geht die Tour weiter steil hinab nach Titting ins Anlautertal. Entlang des Anlautertal-Radweg führt die Tour bis zur Mündung in die Altmühl bei Kinding. Von dort wieder zurück zum Campingplatz. Nach einer kurzen Rast fahren beide mit dem Rad entlang des Altmühltal-Radweges bis Eichstätt. Auf diesem Weg gibt es immerwieder tolle Ausblicke ins Altmühltal, zur Burg Arnsberg und zu den vielen Kalksteinfelsen.
Nach 2 Radtouren ist nun eine Jogging-Wanderung angesagt. Das Auto wird in Erlingshofen abgestellt und Kunibert läuft dann zurück zum Campingplatz. Zuerst mit der Altmühl Panoramaweg Schlaufe Nr. 18 bis Schafhausen, dann ein kurzes stück auf den Rundwanderweg Kipfenberg Nr. 15 bis man auf dem Limesweg stößt. Mit ihm geht es dann immer in Richtung Kipfenberg. Allerdings ist dieser Weg zum Teil schon im Frühjahr so zugewachsen, dass an einigen Stellen eine andere Wegführung genommen werden muss. Oberhalb von Kipfenberg steht dann sogar ein neu aufgebauter Limesturm. Am Campingplatz angkommen wird derselbe Weg gemeinsam bis zum Auto wieder zurück gewandert.
Der Lichtenfelser Panoramaweg ist knapp 70 Kilometer lang, das passt gerade für die drei letzten schönen Tage im Oktober 2024. Trocken, die Nächte nicht zu kalt und noch 4 Tage bis zum Diagnosetermin, der den Übergang zu einen neuen Lebensabschnitt markiert.
Es gibt also für 4 Tage kein Morgen und die Planung wurde schon am Lechsee begonnen. Logistisch anspruchsvoll mit Basisstation auf dem Camping Teichmann, einem Luxus Camping mit allen Einrichtungen, dessen Angebote an Gästebewirtung auch am Wochenende enden. Mit der Abreise am Sonntag gehen wir also beide vom Herbst in den Wintermodus.
Einen Bäckerlauf gibt es nicht, der ist auch vom Platz per Fuß kaum zu erreichen.
Die Anreise zum Platz und den Einstiegen in die Wanderroute erfolgt mit dem unvergleichlichen Nissan Evalia, unserem Evatus. Es gibt am Tag vier Aktivitäten, erst eine Radfahrt bis zu einem Punkt des Wanderweges, dann die Wanderung zurück zum Fahrzeug. Mit diesem geht es zum nächsten Parkplatz auf oder in der Nähe der Wanderute, auf derselben dann wandernd bis zu abgestellten Rad und dann mit diesem wieder zurück zum Auto.
Die Vorteile gegenüber der Weitwanderwegabsolvierung mit Hin- und Rückweg auf der Wanderstrecke ist die Abwechslung in der Fortbewegung und die Nutzung des Autos und des Fahrrades als Depot für Essen, Getränke und Wechselkleidung. Der Nachteil ist der größere Planungsaufwand die gößere Gefahr wichtiges zu vergessen und es erst am Fahrrad Wechselpunkt zu merken.
Die Ausrüstung ist das Marschall Treckingrad mit zwei Gepäcktaschen, einer Lenkertasche und zwei Fahrradschlösser. Das Rad wird im Wald am Wanderweg angeschlossen, die Wahrscheinlichkeit eines mit Werkzeug vorbeiwandernden Diebes ist also sehr gering.
Die Touren im Überblick
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Die vier Etappen der Lichtenfelser Panoramawegs
Am ersten Tag bleibt mit Anreise und Campinplatzanmeldung nur Zeit für eine kurze Etappe zwischen zwei kleinen Wanderparkplätzen bei Fürstenberg an der Straße “Im Stepel” und an der L3084 vor Sachsenberg. Dazwischen liegen gut 10 Kilometer des LichPaw, die mit knapp 9 Radkilometer erschlossen werden.
Die Tour beginnt mit einer Abfahrt von Fürstenberg ins Orketal auf der K50 bis zum Abzweig nach Reckenberg. Das geht schnell, bergab ist es aber schon recht kalt.
Nahe einer Ruhebank wird das Rad angeschlossen, die Bekleidung angepasst und alles wertvolle in den Ruchsack verschoben. Der Weg geht wie nach der Radabfahrt nicht anders zu erwarten nach oben durch herbstliche Mischwälder. Schön, einsam und anstrengend, alles so, wie es sein sollte. Ein paar Schleifen durch die Täler, dann ist das parkende Wohnmobil erreicht.
Mit diesem geht es dann zum nächten Etappenwanderparkplatz. Diesmal geht die Wanderung hinab ins Orketal und dann über einen Pfad durch Eichenwälder bis zum nahe Schoss Reckenberg abgestellen Rad.
Die erste Etappe hat von 10:30 bis 15:00 für gut 10 Kilometer gut 3,5 Stunden benötigt. Im Vergleich zu 20 Kilometer hin- und zurück gewandert ist das nicht aufwändiger. Die erste Erfahrung ist also positiv, die längere zweite Tour wird zeigen, ob es auch dann noch umsetzbar ist. Auf den Wanderetappen wird übrigens flach und leicht bergab gelaufen, für Anstiege ist ein Wanderstock dabei.
Von der Nuhne bei Rengershausen über die Hügel nach Norden bis zu einem Busch oberhalb von Münden ging die erste Etappe auf dem Rad. Der Lichtenfelser Panoramaweg zurück nimmt ein paar Schleifen und ein paar Höhenmeter mehr mit als die Radstrecke. An einer im Track noch zu sehenden Stelle gab es eine in einem Elektrostachdraht endende Differenz zwischen Markierung und Track.
Die zweite Etappe war etwas umständlich zu erreichen, dann aber recht flach durch das Aartal. Beide Teilstrecken boten abwechslungsreiche Ausblicke, Bachläufe und Anstiege auf gut begehbaren Wegen. Es gab immer wieder genügend Forst und Ackerwege, die gut geschottert oder asphaltiert waren und ein gute Anteil der Strecke konnte slowgejoggt werden.
Also aufs Rad, erst entlang der Nuhne, dann nach Norden über Neunkirchen bis an die Anbindestelle oberhalb von Münden.
Die Wanderstrecke hält sich an den Hügeln oberhalb der Radstrecke und wechselt zwischen landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Sehr aussichts- und abwechslungsreich.
Die Wanderstrecke zum Rad startet an einer noch in Betrieb befindlichen Mühle an der Aar und folgt dem Bachtal Richtung Süden. Der Weg hält sich an den Hängen auf der östlichen Talseite und führt neben längeren flachen Teilstücken auch mal ein paar Meter den Hang hinauf. Gut zu laufen mit ein paar Wandereinlagen.
Der Rückweg ist dann im Wesentlichen identisch mit der Wanderstrecke.
Der dritte Tag sollte die längste Wanderstrecke des Lichtenfelser Panoramaweges als Aufgabe erhalten. Das hat gut gepasst, denn kurz nach Beginn der ersten Radstecke siegte die Sonne gegen den nässenden Nebel. Das blieb den ganzen Tag so und machte diverse Kleidungswechsel nach Rad und Wanderabschnitt überflüssig. Die lange Strecke wurde dann auch in den Salomon Wanderschuhen absolviert, 3/4 hoch und wasserdicht war auf den nassen Wiesenabschnitten eine gute Wahl.
Die erste Radstrecke führte zunächst steil bergan bis an den Rand einer Hochfläche neben dem Ensenberg. Das Rad wurde nicht nahe der Mitte der Strecke zwischen den beiden Parkplätzen abgestellt, weil danach eine längere baumlose landwirtschaftlich genutzte Fläche ohne Radanschlussmöglichkeit zu sehen war.
Dafür ging es auf dem Rückweg über den Eschenberg, den wegen seiner Höhe von 535 Metern ein Gipfelkreuz ziert. Der Weg dahin im Sonnenschein, sehr schön.
Die Weiterfahrt zum schon bekannten Parkplatz war kein Problem. Dann die längste Etappe begonnen. Über Felder, dann in Seitentäler eintauchend und wieder nach oben auftauchend waren die ersten 10 Kilometer Wandergenuß pur. Die restlichen fünf konnte man auf überwiegend gut begehbaren landwirtschaftlichen Wegen den Blick und die Gedanken schweifen lassen.
Der Rückweg sollte dann nur ein Rückweg sein, aber die Radstrecke an eine Ruine bei Gut Schaaken über einen Waldweg auf die Hochfläche war trotz Schiebestrecke ein eigenständiges Erlebnis.
Tag vier ist auch der Rückreisetag, es wird eine Stunde früher hell am Campingplatz, die Schranke macht um acht also eine Stunde später auf, was die Tageslichtnutzung angeht. es bleibt noch ein Rest von 15 Kilometern Richtung und durch das Nuhnetal. Die Startparkplätze sind schon bekannt, also keine Überraschung. Es regnet am Campingplatz, war die Vorplanung für die Etappen um Regenschutzkleidung ergänzt.
Der erste Teil geht über die Höhen bei Sachsenberg und nur am Anfang der Radtour regnet es noch leicht. Bergab durch ein Seitental auf die obere Butzmühle zu ist ein Flatterband über den Weg gesperrt als Höhenbeschränkung. Mit dem Rad fahre ich einen Umweg, zu Fuß auf dem Rückweg komme ich locker drunter her. Ein Grund für die Sperrung ist auf dem Wegabschnitt nicht zu erkennen.
Der Rückweg geht dann auf bekannten Wegen mit neuen Eindrücken und besserem fast schon sonnig warmem Wetter zurück zum Auto. Schöne Strecke, schöne Ausblicke und leicht zu laufen, so dass man nicht ständig vor sich auf den Weg schauen muss.
Die Reststrecke geht dann fast zu schnell. Das wars und schön wars. Der Lichtenfelser Panoramaweg hat die richtige Mischung aus Tal und Höhenwegen und es gibt nicht zu viele Pfade, auf denen man nicht sieht und sich im Sommer nur Zecken holt.
Rad – Das war für die matschigen teils tiefgründigen Wege nicht ideal. Das Marschall Reiserad mit der Rohloff hätte am Berg die bessere Übersetzung und auf den Wegen die breiteren Reifen gehabt. Die Wegführung war gut, ein paar Teilstrecken hätten besser befahrbar sein können, was aber einen größeren Umweg zur Folge gehabt hätte.
Wandern/Laufen – Die Laufeinlagen waren nichts halbes und nichts ganzes. Schnell gewandert war ich gleich schnell als bei dem Versuch, bergab zu laufen. Das liegt unter anderem am langsamem Laufstil mit Rucksack und Stock, aber auch an den vielen Laufstopps wegen Fotoerstellung. Beim Wandern ging das oft auch ohne anzuhalten. Das Wandern hat sich bei geicher Strecke auch nicht ganz so ermüdend angefühlt. Mit Wnderschuhen kann man auch gut radfahren und wandern, was die Ausrüstungsauswahl vereinfacht. Hohe Schuhe sind wegen Matsch und nassen Wiesen sehr hilfreich.
Etappenkonzept – Die vier etwa gleich langen Einheiten erzeugen vier mal nasse Kleidung. Das bedeutet bei vier Etappen einen Berg von stinkender nicht trocken zu bekommender Wäsche. Im Sommer, wenn ein T-Shirt ausreicht, mag das funktionieren, im Herbst oder Winter ist das zu viel Aufwand und die Gefahr, an der Wechselstelle am Fahrrad nicht die richtige Ausrüstung parat zu haben, recht groß. Andererseits hat die halbierung der Strecke auch Vorteile bei der Verpflegung, die man auf dem Rad mitnehmen oder im Auto lassen kann. Auf den Wanderstrecken muss man nur wenig mitnehmen. Ein Lösung wäre, die komplette Strekce bis auf eine Radanfahrt zum ersten Anbindewald am Stück zu absolvieren. Mal ausprobieren.
Camping / Minivan zur Anfahrt – Wenn man nach der Tagesetappe seine Dusche braucht, unverzichtbar. Allerdings bedeutet das im Vergelich zur Parkplatzübernachtung eine längere Anfahrt und Abfahrt erst ab acht Uhr. Dafür Morgens eine Toilette und Trinkwasser und Strom für den Tag.
Es sind Herbstferien, da geht es für 10 Tage Richtung Süden. So war das viele Jahre lang und es soll noch einmal wiederholt werden. Wenn auch als Fahrstrecke mit Auto und Wohnwagen pro Tag nicht mehr 800 sondern 4 mal 200 Kilometer möglich ist.
So gibt es hier vier Campingplätze auf dem Weg an den Alpenrand und wieder zurück und zu jedem Platz eine Bäckerunde und zwei Wanderungen.
Die Fortbewegung übernimmt der C4, die Beherbergung unser Eriba Puck L 235 GT.
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Die Etappen mit ihren Campingplätzen:
Der Campingplatz
Trotz Beginn der Herbstferien in RLP, Hessen und NRW kommen wir ohne Stau zügig zu unserem Campingplatz. Er liegt ganz nahe am Stadtgebiet bei Neckarsulm. Die Touristenplätze sind alle neu gestaltet worden und mit einer feiner Kiesschicht belegt. Allerdings lässt sich auf diesem Untergrund unser kleiner Puck L nur schlecht bewegen. Außerdem sind die einzelnen Parzellen sehr eng für größere Gespanne.
Die stadtnahe Lage bedingt eine große Auswahl an Backwarenquellen. Der erste Lauf am Sonntag wurde auf die Öffnungszeit um 7:30 abgestimmt und führt auf dem Hinweg über die nahen Weinbergausläufer nach Binswangen.
Bei der ursprünglichen Planung unserer Alpentour hatten wir uns vorgenommen, alle 3 Tage einen neuen Campingplatz in ca. 200 Meter Entfernung anzufahren und so langsam bis zu den Alpen zu kommen. Aufgrund der bevorstehenden warmen und sonnigen Herbsttage haben wir uns entschlossen, direkt nach Neckarsulm unseren südlichsten Campingplatz “Via Claudia” in Lechbruck anzusteuern. Ein sehr großer und gepflegter Platz, von dem aus wir einige schöne Wanderungen unternehmen konnten und auf dem wir dann auch bis zum Ende unserer Herbstfahrt geblieben sind.
Der Bäckerlauf verspricht wegen der Lage des Campingplatzes am Seeufer des Lech(stau)sees und des Trails auf der Seesüdseite mit dem Bäckereiangebot im Lechbruck eine flache teils trailige 10 Kilometer Runde mit Mondunter und Sonnenaufgang.
Es hat allerdings etwas gedauert, bis das gut geklappt hat.
Beim ersten Versuch steuern die Beine im Nebel am Lechufer nach dem Bäckerbesuch wieder zurück am Nordufer entlang in Richtung Campingplatz. Bei zweiten Versuch ist noch die zum vorherigen Bäcker geplante Runde auf der Uhr und der wegen der Öffnungstage ausgesuchte zweite Bäcker hat erst um sieben geöffnet. Danach schaltet sich das Smartphone aus, der Track auf der Uhr ist weg und es gibt einige Stopps wegen Foto machen. Aber es ist schon mal eine Seerunde. Beim dritten Versuch wird es dann schon gut laufe, oder es stolpert sich an einer der vielen Wurzelschikanen.
Da sich Kunigunde am Tag zuvor morgens noch den großen Zeh massiv geprellt hat, muss diese erste Wanderung verkürzt werden. Die Verlängerung bis Bad Wimpfen lassen wir aus. Vom Parkplatz aus geht es durch die Stadt und mit dem Neckarsteig zur Bergkirche hinauf. Danach steigen wir wieder hinunter und wandern mit dem Linken Neckarrandweg durch die Siedlung und durch den Wald in Richtung Bad Wimpfen. Wir überqueren die Straße und gehen hinunter zum Neckar. Der Neckarsteig führt uns dann am Fluss entlang wieder nach Heinsheim zurück.
Wir starten von einem PKW-Parkplatz am Salinenpark. Von dort geht es am Gradierwerk vorbei durch den Salinenpark hinauf zum Oberen Salinenpark. Weiter über die Eisenbahnbrück zum Kurpark. Von hier aus führt uns die Tour entlang eines schmalen Grüngürtels durch ein großes Wohngebiet bis zum jüdischen Friedhof und zu einem großen Sportgelände. Darauf wandern wir durch ein kleines Waldgebiet bis zum Hochbehälter und wieder zurück zur Vulpius-Klinik. Unser Weg führt uns danach weiter bis zum Schloss Bad Rappenau. Von dort durch den Schlosspark, weiter zum Kurpark und zurück zum Salinenpark. Dabei beeindrucken uns sehr, die vielen sehr gepflegten Parkanlagen auf der gesamten Strecke.
Die Tour starten wir von einem großen Wanderparkplatz am Halblechfluss, oberhalb von Halblech. Mit dem Fluss geht es den Berg hinauf bis zum Abzweig ins Reiselsbachtal. Am Lobentalbachsee zweigen wir ab und wandern den Berg steil hinauf bis Leiterau und wenden uns dann in Richtung Buchenberg. Dabei durchqueren wir das Tiefental und wandern anschließend hinunter nach Buching mit weiten Aussichten ins Tal.
Die Wanderung startet wieder vom Wanderparkplatz am Halblechbach aus. Zuerst wird der Bach überquert und danach wandern wir mit einer breiten Forststraße in Richtung Senn Alpe. Der Weg wird nach einiger Zeit zu einem kleineren Pfad, der steil hinauf zur Senn Alpe führt, die aber unbewirtschaftet ist. Der höchste Punkt der Wanderung ist daher mit 1350 hm erreicht. Wieder mit einem breiten Forstweg und vielen Kehren geht es hinunter ins Halblechtal und entlag des Baches zurück zum Parkplatz. Auf dem Hin- und Rückweg gibt es schöne Aussichten nach Norden und auch ins Ammergebirge hinein.
An einem etwas verregneten Tag gibt es eine kurze Lech-Jogging-Runde. Startpunkt ist der Wanderparkplatz Aumühle bei Prem. Von dort aus laufen wir zuerst über das Stauwerk auf die andere Uferseite. Dann entlang des Lechs stromabwärts bis Lechbruck am See. Dort passieren wir die nächste Lechbrücke und joggen dann mit dem Lechuferweg zurück zu unserem Parkplatz.
Am Samstag ist es weitgehend trocken und es gibt mal eine Single Radtour mit dem Faltrad, damit das Training nicht zu einseitig die Beine belastet. 45 Kilometer durch die Allgäuhügel als Runde um die Wies Moore und den Schneidberg über die Forststraße. Ein wunderschöne Panoramarunde mit Blick auf die verstreut liegenden Allgäuer Baurnhöfe und deren Wiesen.
Unsere Wanderung beginnt von einem Parkplatz in Steingaden aus, ein ehemaliges Klosterdorf. Wir folgen dem Wanderweg in Richtung Wieskirche. Von dort aus wandern wir mit dem Prälatenweg und Jakobsweg durch eine Moorloandschaft (Wiesfilz) hindurch und dann weiter mit dem Jacobsweg durch den Wald wieder zurück nach Steingaden.
Wir parken für diese Tour am gebührenpflichtigen Parkplatz der Tegelbergbahn. Von dort führt eine Asphaltstraße zuerst vorbei an der Sommerrodelbahn. Dann geht es steil den Berg hinauf bis zur Rohrkopfhütte. Danach führt uns ein breiter Forstweg um den Rohrkopf (1361 hm) herum wieder hinunter in Richtung Bannwaldsee. Entlang eines Wiesenwegs geht es zurück zum Parkplatz der Tegelbergbahn.
Eine gute Woche Erntepause und eine bremsende Erkältung lässt es August werden, bis wir am Sonntag zum Nibelungencampingplatz in Fürth im Odenwald aufbrechen. Es ist voll auf dem Platz und wir haben ein Zipfelchen in maximaler Waschhausentfernung bekommen. Unser Nissan-Evalia hat das Tandem zusammen mit dem Marschall Reiserad transportiert und den Wohnwagen gezogen.
Der Campingplatz
Die Touren im Überblick
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Der Bäckerlauf
Der Campingplatz liegt nahe der Innenstadt, die aus der Bebauung entlang der den Ort von Südost nach Nordwest durchquerenden B460 besteht. Natürlich ist da auch ein Bäcker nicht weit weg. Die Bäckerrunde muss daher durch eine Schleife durch Krumbach und Kröckelbach parallel zur Bundesstraße erweitert werden. Die Strecke über Fahrwege und innerörtliche Straßen ist kein Highligth, bietet aber doch ein paar schöne Ausblicke auf Fürth und die drum herum stehenden Hügel.
Zwei Wanderungen mussten noch auf dem Nibelungenweg absolviert werden, die sind dann im Beitrag zum Nibelungensteig beschreiben. Außerdem haben wir noch eine 26 km lange “Nibelungenspur Rodenstein” entdeckt, die wir dann auch wie gewohnt in Schleifen erwandert haben. Auch diese 3 Touren wurden dann im Beitrag zum Nibelungenweg eingefügt.
Unsere Radrunden
Die ersten zwei Tandemtouren gehen vom Campingplatz aus. Wir fahren in Richtung Krumbach, müssen dann aber ein kurzes Stück über die B 460 fahren bis zum Abzweig bei Brombach. Dann geht es weiter im Brombachtal bis wir auf einen Verbindungsweg (V) stoßen. Mit ihm schieben wir das Tandem im Wald hinauf bis zur Adam-Keil-Hütte. Ab hier geht es über die Hochfläche bis kurz vor Hammelbach. Mit H10 (Quellenweg Hammelbach) dann weiter zum Brandschneiderskreuz und von dort hinunter bis Rimbach. Anschließend fahren wir weiter bis Fahrenbach und Fürth. Aufgrund einer Straßensperrung in Rimbach müssen wir einige kleinere Umwege vornehmen.
Vom Campingplatz aus fahren wir zum HW15 und dem Skulpturenweg, der uns vorbei an verschiedenen Skulpturen über die Höhen in Richtung Lindenfels führt. Auf dem Galgenberg biegen wir mit dem Wanderweg Li5 ab in Richtung Schlierbach. Ab dort führt uns der Wanderweg S2 steil den Wald hinauf mit schöner Aussicht auf Schlierbach, bis wir auf dem Nibelungensteig treffen. Ab hier haben wir bald den höchsten Punkt unserer Tour erreicht und fahren nun über die Teerstraße hinunter nach Seidenbach. Mit der K53 geht es weiter hinunter nach Erlenbach, Linnenbach und Fürth.
Da wir den Campingplatz für längere Zeit wieder gebucht hatten, gab es eine kurze Heimfahrt mit einer Buschbohnen- und Heidelbeerenernte im Garten bei Kunidorf. Auf der Rückfahrt zum Campingplatz gab es dann eine Tandemtour in Waldorf durch den Stadtwald und an Badeseen vorbei. Vom Parkplatz an den Sportplätzen geht es zuerst zum Walddorfer Badesee. Wir stoßen dabei auf dem Luther-Wanderweg, der uns bis zum Gespitzweiher begleitet. Nach dem Badesee fahren wir durch Zeppelinheim, anschließend weiter zum Langener Waldsee. Entlang der Frankfurter Stra0e geht es wieder zurück in Richtung Walldorf. Ein Teil des Weges hat uns auch der Hugenotten-Wanderweg begleitet. In der Oberwaldbergschneise gibt es dazu auch eine Infotafel.
Wir starten vom Parkplatz in Reichelsheim an der Pestalozzistraße in der Nähe des Schwimmbades aus. Von dort aus fahren wir das Eberbachtal hinauf (Wanderweg R6) bis zum Naturpark-Parkplatz Rodenstein. Hier haben wir eine Passhöhe erreicht und es geht nun steil abwärts hinunter nach Fränkisch-Crumbach. Es folgt der nächste Anstieg zum Dornberg hinauf und dann entlang des Bierbachtals in Richtung Brensbach (Radweg Südhessenroute 7). Die Route “Wassererlebniband Gersprenz” führt uns anschließend durch ein Naturschutzgebiet (Gesprenzbachtal) bis nach Fränkisch-Crumbach und weiter über Beerfurth zurück nach Reichelsheim.
In der zweiten Septemberwoche 2023 wird eine Trainingswoche von Dienstag bis Sonntag mit 5 Radtouren angesetzt.
Diesmal nicht mit dem NV200 sondern mit dem E-208 und der letzten Chance für das Kolima Luftzelt. Ein Campingplatz in der Südeifel mit zentraler Lage in einem Gebiet mit Tälern der Prüm, Kyll und Nims, die parallel in Nord-Süd Richtung zur Mosel verlaufen. Hier sollten 5 (Halb-)Tagestouren zu finden sein, auf denen der aktuelle Leistungsstand und die Kniebelastbarkeit getestet werden können.
Als Ausrüstung wird neben dem Zelt mitgenommen:
Marschall Rohloff Reiserad
Decathlon Luftbett
Isomatte und Luftmatte
Decathlon Falttisch
Faltstuhl
Powerstation Anker 555 1 kWh
Surface Tablet
GoPro Hero 8, Pixel 6 pro, Edge 1040
Unzureichendes Kopfkissengemisch
Die Anreise mit dem Elektrofahrzeug nach Oberweis ist unspektakulär und mit Fahrrad auf dem Paulchen Heckklappenträger werden durch Windschattenfahrten 15,8 kWh auf 100 km benötigt. Bei der Rückfahrt am Sonntag werden das mangels LKW und Tempo 100 18,2 kWh sein. Direkt am Campingplatz steht eine 22 kW AC Ladestation, die für die Rückfahrt einmal angefahren wird.
Das Kapitel Anfahrt mit dem Elektroauto gestaltet sich also sehr einfach. Am Platz wird der Kofferraum als Lagerplatz für Kleidung, Schuhe und sonstige Ausrüstung verwendet und nicht weiter bewegt.
Die CO2 Bilanz dieses Urlaubs dürfte also super ausfallen. Allerdings ist das Leben im Zelt auf einem schlammigen Boden mit ein paar Alibi Grasbüscheln anstrengend bis gewöhnungsbedürftig. Die ältere Generation der Platzbesucher bevorzugt im Zweifel den Komfort und fährt SUV und Wohnmobile mit einem Dieselantrieb und Verbräuchen von 10-15 Litern auf 100 km. Es gibt ein paar Zelte, Dachzelte und kleine Wohnwagen, der Anteil liegt bei 10 Prozent. Dann folgen die Kastenwagen mit 20 Prozent und die großen Wohnwagen und Wohnmobile mit den restlichen 70 Prozent. So wird das nichts mit der Energiewende, was hier auf dem Platz steht sind Investitionen für die nächsten 20 Jahre.
Der Platz wird als hundefreundlich beworben und die Hundebesitzer waren wohl auch in der Überzahl. Außer regelmäßigen Bellattacken bei vorbeiziehenden Gassigängern war das aber kein Problem. Die Menschen rings um meinen Online gebuchten Platz waren bis auf zwei Exemplare unauffällig. Erst Lautsprecher mit abendlichem Würfelspiel (rüttel, rüttel, rums) und dann direkt hinter mir zwei befreundete Familien, die Neuigkeiten aus den Generationen währen der zwei Tage Anwesenheit in Theaterbühnenlautstärke vortrugen. Es war einer dabei, der wohl die letzten Wochen nicht viel zu sagen hatte und daher ununterbrochen auch in 20 Metern Entfernung deutlich verständliche Aussagen in die Welt sendete, die zu hören erst die Ohrhörer mit eingeschaltetem ANC unverständlich werden lies. Allerdings war gegen 22 Uhr Ruhe, das war ja schon mal was.
Bewege die Maus über einen Track oder wähle einen im Control Panel aus ...
Der Bäckerlauf
Der Bäckerlauf wird durch ein Schlurfläufchen zum Netto in 2,5 km Entfernung ersetzt. Die Prüm abwärts ist das eine schöne und leicht wellige Strecke. Zuerst sollte die Ernährung mit Müsli, Obst und Wasser sichergestellt werden, aber am dritten Tag wurde das Nahrungsangebot durch Brot und Käse ergänzt. DIe ersten zwei Touren hat sich der Akku hinter dem Bauchnabel extrem leer angefühlt.
Die erste der 5 Trainingsrunden wurde schon zu Hause geplant, die Planung der weiteren Strecken sollte dann am Abend mit dem Surface erfolgen. Auf dem Faltstuhl mit Arbeitsplatte, Maus und Tastatur hat das auch gut funktioniert. Der Strom aus der Powerstation hat für die 5 Tage für alle Geräte (Smartphone, Edge 1040, GoPro Hero 8 und Surface Tablet) gut gereicht, es waren noch 60% Restkapazität vorhanden.
Die erste Runde mit 56 Kilometen und 900 Höhenmetern sollte eine erste Einschätzung über die Radfahrfähigkeiten liefern. Schon der Prümtalradweg mit vielen kleinen Steigungen sollte den Akku schneller leeren, also nach den “Langstreckentouren” nach Dortmund und Kirchzell gedacht und gehofft. Die Landschaft schön und abwechslungsreich und die Strecke häufig geteert und autofrei konnte man schon geniessen. Auch der Rückweg mit dem Anstieg aus dem Moseltal war noch ok, bei den Hügeln auf dem Rücken östlich des Prümtals begann dann aber schon das Zählen der Anstiege. Zurück am Campingplatz war die Vorgabe für die nächste Tourenplanung dann: Weniger reicht auch.
Die zweite Runde beginnt mit einem kurzen An- und Abstieg ins westlich vom Prümtal gelegene Enztal. Erst ein Radweg, dann eine Kreisstraße ohne Verkehr nach Fischbach-Oberraden führt in eine menschenleere Gegend und über Waldwege mit Schiebestrecken hinauf zur L9 und dann über Privatgelände am “Schloß” Merkeshausen vorbei. Über die Zufahrt geht es dann steil hinauf und dann wieder hinunter zum wenig beeidruckenden grünen Bitburgsee, eine kleine Prümstauung mit Freizeitzentrum. Auf dem Rückweg entlang der Prüm nach Oberweis geht nicht mehr viel.
Die dritte Tour geht wieder Richtung Norden, weil es dann zuerst bergauf geht, zumindest tendentiell. Die Tour führt zunächst das Prümtal hoch bis zum Bitburg Stausee und folgt dann der Landesstraße L12 bis Plütscheid. Das fährt sich leichter, der Straßenverkehr stört aber auch mehr und erfordert ständigen Rückspiegelblick. Der Rückweg durch das Nimstal liefert die Höhenmeter des Hinweges wieder zurück. Das Gefühl der Erschöpfung ist auch nach dieser Runde wieder zuverlässiger Begleiter. Keine Kraft, keine Reserven. Das Wetter ist allerdings weiterhin super.
Eine Tour zur Kyll, der Radweg sollte ja wieder befahrbar sein. Outdooractive- und OSM Karte waren sich uneins, ob die Brücke als Zuweg von Bitburg zur Kylltalradweg existiert. Es gab eine Radwegumleitung und so habe ich auf der Tour die Kyll nicht erreicht. Neben dem Anstieg auf die Hochfläche zwischen Prüm und Kyll gab es auf dieser Runde ein paar Kilometer Bahntrassenradweg und Stadtradwege in Bitburg sowie die Enttäuschung mit der Kyllbrücke. Wieder überwiegend Landes- und Kreisstraßen mit wenig interessanten Aspekten. Es ging, aber es ging langsam, so wie die Vortage auch. Eigentlich war ich nur noch froh, das bis auf eine Nacht und eine Tour die Einheiten rum waren. Die Aussicht auf 6 Stunden laute Familienunterhaltung am Platz, tropfenden Morgengruß vom Zelt und die schmale Liegefläche mit unzureichendem Kopfkissen wurde mit “den einen Tag schaffst du auch noch” bekämpft.
Am Sonntag geht es ohne Lauf gleich nach dem Frühstück auf zur letzten Runde. Es ist nach dem Regen in der Nacht noch feuchtnebligdampfig bei schon 17 Grad. Noch einmal nach Norden bis nach Waxweiler, wo dann auf alter Bahnstrecke der leichte Teil des Prümtalweges beginnt. Statt den für eine 100’er Runde zu nutzen biegt die Streckenplanung auf kleinen Straßen wieder nach Süden ab, um das Prümtal auf seinem östlichen Höhenzug zu begleiten.
Der Anstieg auf der westlichen Seite führt über ein paar Seitentalwellen stetig bergan. Die Stimmung ist super, die Beine fressen vergleichsweise freiwillig die Steigungshöhenmeter und die Augen geniessen die Einsamkeit und Stille des wolkenverhangenen Morgen und geniessen die Ankundigung eines sonnigen Spätsommertages. Kleine Ortschaften wechseln mit Feldern, Wiesen und Wäldern. Es rollt gut auf den kleinen Sträßchen, allein mit zwei Rädern ohne Verfolger im Rückspiegel. Stille am Ohr.
Oberpierscheid, Niederpierscheid, Waxweiler. Eine rauschende Abfahrt mit 16% Gefälle und 200 Höhenmeter sind in ein paar Minuten vernichtet.
Bis Mauel bleibt die Strecke auf der K125 mehr oder weniger im Prümtal. Die Sonne ist voll da, aber es ist noch nicht zu warm für den Aufstieg zur L12. Nur eine Handvoll Autos stören die kehrige Strecke von der Maulermühle hoch zu L12. Fast 200 Höhenmeter, kleiner Gang aber im Gegensatz zu den Anstiegen auf den vorherigen Touren ist das Genuss und die Erinnerung an die Passfahrten in den Alpen versetzt den Geist in einen Anklang an die fast vergessenen Gefühle beim Ansteig und beim Erreichen der Höhe mit einer selten zu erreichenden Zufriedenheit.
Das ist die Essenz der Berge. Der Zustand der Zufriedenheit, die auf der Höhe auf dich wartet, wenn du dich dem Berg gewachsen gezeigt hast. Es geht anscheinend auch mit kleinen Bergen und ein paar Kehren, wenn die Kraft für Höheres nicht mehr reicht.
Die Rückfahrt über die L12 ist dann einfach, die paar Autos und Motorräder stören noch nicht. Am Platz angekommen bin ich wieder allein auf der Stellplatzgruppe. Zeltabbau ist noch mal schweißtreibend, die Rückfahrt entspannend über leere Straßen und Autobahnen.
Die ersten vier Touren endeten mit dem Gefühl der Enttäuschung über die Möglichkeiten an Kraft und Ausdauer. Die fünfte Tour mit den Anklängen an alte Alpenpassfahrten hat das wieder etwas relativiert. Das Vertrauen auf die eigenen Kräfte wird weiterhin von Schwindel und Müdigkeit überschattet. Wie das jetzt weitergeht? Der Winter droht und reichen die Bäckerläufe und mal eine Halbtages-Lahntour? Muss wohl.
Die Ausrüstung:
E-Auto mit Zelt geht, aber im Zelt spürt man die Umgebungsbedingungen deutlich mehr als im Van oder Wohnwagen. Schlamm, Regen, laute Nachbarn, man ist allem unmittelbarer ausgeliefert. Schlafen auf dem Luftbett war ok, aber mit dem Bett im Wohnwagen nicht vergleichbar. Taunässe am Morgen war heftig, wegen Bachnähe war die Luftfeuchtigkeit am Morgen hoch. Es hat vom Außenzelt auf das Innenzelt getropft und von da auf die Schlafstatt. Nicht so angenehm. Am kältetesten Tag mit acht Grad gab es unangenehm kalte Finger.
Zelturlaub wird es wohl so schnell nicht mehr geben, das vermurkst zusammengenähte Luftzelt wird entsorgt bzw. die Plane und Luftwurst irgendwie weiterverwendet.
Radfahren, Laufen und Wandern wird weiter eher als Tagesetappen genossen. Trainingstouren mit dem Rad können besser mit dem NV200 als Basisstation auch im Herbst und Frühjahr umgesetzt werden.
Für 3 weitere Touren der LGS-Route fahren wir mit unserem Minicamper auf dem Campingplatz “Campingparadies Lippstädter Seenplatte”. Dieser Campingplatz liegt nicht direkt an der Radwegestrecke und wir müssen zu unseren Startpunkten jeweils eine kleine Anfahrt mit unserem Campingbus machen. Allerdings lässt sich das neue Tandem so schnell und leicht auf dem Heckträger montieren, so dass auch dies keine Problem darstellt. Der Campinplatz liegt direkt am Albersee und vom Platz aus hat man direkten Zugang zum Badesee.
Dieses Mal stehen wir mit unserem Nissan-Evalia-Ausbau auf den Wohnmobilstellplatz des Campinplatzes. Zwischen all den riesigen Wohnmobilen kommt sich unser Minicamper-Bus schon sehr groß vor.
Eine Woche später sind wir noch einmal zum Campingparadies Lippstätter Seenplatte gefahren, um 3 weitere Touren der LGS-Route mit dem Tandem zu fahren. Das gesamte Equipment hat sich bewährt und somit wir haben wir dieselbe Ausrüstung wieder dabei.
Der Bäckerlauf
Der Bäckerlauf führt für 4,5 km durch die Baggerseen der Lippstädter Seenplatte nach Lipperode, einem Vorort von Lippstadt. Der Weg ist in flach und verkehrsarm auf geteerten Wegen und endet in einer gut sortierten Bäckereifiliale in einem schon früh (6:00) geöffneten (Elli-)Supermarkt.